Deutsche Forschung

Monneuse/Monneusse/Monneuses

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Daniel und Ingolf M.
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Daniel Monneuse
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Bergkirche Schleiz. Hier lagerten die Truppen 1806 und Paul Monneuse wohnte 150 Jahre später ganz in der Nähe.

Allgemeines, Irrtümer und Fehler während der Forschung, (2000-2006)

wie wir zur Familienforschung kamen und sich diese entwickelte, Hinweise, wie vielleicht auch andere Forscher beginnen können

 

Alles begann im Jahr 2000 mit einer CD zur Familienforschung, die einem Drucker beigelegt war. Hier fügten wir zunächst alle bekannten Daten, die auch andere Vorfahren in den 40 er Jahren gezwungenermaßen erarbeitet hatten, um ihre Herkunft nachzuweisen, ein, ergänzten mit den Forschungen meines Vaters Paul Otto Monneuse und stellte erste Lücken fest. Im nächsten Schritt telefonierten wir mit den uns bekannten Verwandten und ergänzten die Angaben. Von diesen Personen erhielten wir die nächsten Telefonnummern und suchten in Telefon-CD´s nach weiteren Verwandten, die die Angaben weiter ergänzten. Allmählich entwickelte sich ein gewisser Ehrgeiz, die in der Familie kursierenden Gerüchte endgültig aufzuklären. Hauptsächlich war das die Behauptung, dass ein napoleonischer Soldat, der in Saalburg/Saale verwundet wurde, der Ursprung unserer Familie in Deutschland sei und die Neugierde, ob alle Monneuse in Deutschland miteinander verwandt sind und wenn ja, wie. Von den meisten Monneuse wussten wir es, interessanter sind aber die, die wir noch nicht kannten. Es galt nun also mit der Vorwärtssuche von der Quelle an und der Rückwärtssuche von den heute lebenden, die Verbindungen zu finden und diese nachzuweisen. Bei allen lebenden und geborenen Monneuse fanden wir große Unterstützung. Es folgte die Erfassung und eine langwierige Arbeit. Zur Quelle nach Saalburg/Saale fuhren wir selbst und suchten, in der Überzeugung, dass es nach 1806 einen Monneuse geben musste, der in Frankreich geboren war. Die Küsterin in Saalburg erwies sich hier als „Perle“, denn eine solche Suche hatten wir uns leichter vorgestellt. Alles ist handschriftlich in alter deutscher Handschrift erfasst, Bücher hatten keine Zeilen und jeder Pfarrer eine andere Handschrift. Als Daten fanden wir solche Angaben wie „3 Tage nach Octrien“ und Ähnliches. Die Küsterin wusste damit etwas anzufangen, 3 Tage nach Ostern in Pseudolatein, aber wann war in dem Jahr Ostern? Wir fanden den Franzosen bei seinem Hochzeitseintrag und viele weitere in Saalburg/Saale geborene Monneuse, Taufen, Hochzeiten und Sterbeeinträge.

Paul Otto Monneuse (1927– 1994) (Bild von 1979)

Er begann 1978 mit der Erforschung des Namens in Deutschland und wendete sich als erster an das Pfarramt Saalburg. Seine Anfrage wurde schlecht recherchiert und so wurde der französische Ursprung damals aufgrund dieses Fehlers noch nicht gefunden.

Die Reise hatte sich gelohnt. Als nächstes schrieben wir weitere Pfarrämter an. Interessant sind hier die unterschiedlichen Preise und Zeiten, bis man Auskünfte erhält. Von einigen erhielten wir nie eine Antwort (2. Anfrage Mühltroff) oder abschlägige Antworten, wie aus Roßwein. Es war ein wahres Puzzle, da häufig von den vielen Vornamen unterschiedliche verwendet wurden. Zunächst für verschiedene Personen gehaltene Einträge erwiesen sich als die gleiche Person und umgekehrt. Schreibfehler sind in großen Mengen vorhanden. So wurde aus Karl-Carl, aus Emil wurde Emilius und später Deremilius, um nur 2 zu nennen. Irgendwann 2002 hatten wir das Puzzle soweit, dass alle aktuellen Linien verbunden waren. Wir hatten fast 200 Jahre Familiengeschichte erkundet, nahezu alle offenen Fragen aufgeklärt und etwas erreicht, was noch niemand zuvor geschafft hatte. Und wir hatten damit die Antworten auf die wichtigsten Fragen gefunden und persönlichen Kontakt zu fast allen deutschen Monneuse aufgenommen.

 

Das sind die wichtigsten Ergebnisse bis 2002:

1. Wir stammen tatsächlich aus Frankreich und unser Ahne ist mit Napoleon im Oktober 1806 nach Deutschland gekommen

2. der oft vermutete und in Hessen und Berlin naheliegende Ursprung bei den Hugenotten

     (auch durch die Hugenottengesellschaft selbst) ist falsch

3. alle im Jahr 2002 in Deutschland lebenden Monneuse sind tatsächlich miteinander verwandt, auch wenn wir dies bis dahin nicht wussten

 

Die damalige Sprachbarriere hinderte uns daran, die Forschung über die Grenze hinweg weiterzuführen und unsere Ziele waren erfüllt. Von der Existenz von Catherine Melanie Moneuse, der Mutter von Gustave Eiffel, mit einem „n“ wussten wir zwar seit 20 Jahren aus Büchern und Zeitungen, vermuteten aber nur scherzhaft eine Verbindung („wir befürchten, dass wir eine Rechnung erhalten, wenn der Eiffelturm gestrichen wird“).

2004 wollten wir an die Quelle der Monneuse in Deutschland, den in Saalburg/Saale gefundenen Geburtsort des Franzosen, den wir im Internet schwierig endlich glaubten gefunden zu haben. In Saalburg stand „Anappe“ als dieser Ort. Einen solchen Ort gibt es aber nicht. Wir fanden Anappes (dies auch nur, weil es in einer Wegbeschreibung zu einem Golfplatz genau so falsch geschrieben war), heute ein Ortsteil von Lille und waren stolz dorthin gefahren. Alles vor Ort sprach dafür, dass wir an der richtigen Stelle waren. Wir fotografierten die alte Kirche, die Gaststätte, wo vermutlich unser Franzose aufwuchs, da sein Vater angeblich Wirt war, wurden vom jetzigen Besitzer eingeladen und wir meinten an diesem Tag, endgültig am Ziel angelangt zu sein.

 

 

2 Monate später, Ende August 2004, war vieles vollkommen anders, als wir kurze Zeit glaubten.

Ich bekam an einem Dienstag eine Antwort auf eine eMail, von einem gewissen Daniel Monneuse, wie sich später herausstellte, der Präsident der „Association Monneuse et Moneuse“, einer französischen Organisation zur Erforschung des Namens. Die Ereignisse überschlugen sich und die Inhalte vieler dieser Seiten sind weitgehend der Assoziation und der gemeinsamen Forschung zu verdanken. Wir waren noch am darauffolgenden Wochenende nach Valenciennes gefahren, um Daniel kennenzulernen. In der Familie wurden wir aufgenommen, als würden wir uns schon 400 Jahre kennen. Wir lernten gegenseitig viel voneinander, besuchten uns inzwischen mehrfach und suchen heute viel effektiver, verbinden die Familiengeschichte mit historischen Ereignissen und wir in Deutschland können so weitere 200 Jahre den Namen und die Vorfahren zurückverfolgen. Für Frankreich sind wir ein kleiner Zweig, aber ein bisher unbekannter und ein neuer ausländischer Zweig. 2005 kam noch Spanien und damit die dort amtliche Schreibweise Monneusse dazu. Das gegenseitige Kennenlernen und die Zusammenführung der Forschungsergebnisse gab beiden Seiten einen neuen Schub und warf neue Fragen auf, die zu beantworten waren. Wir brachten Wissen und Erfahrung auf dem Gebiet der Politikwissenschaften und Geschichte in die Forschung ein und erweiterten so das Niveau der Forschung auch durch Zusammenarbeit auf akademischer Ebene. Es wurden tangierende Forschungsgebiete erschlossen und so die reine genealogische Hobbyforschung verlassen.

 

 

in Deutschland solche Fragen, wie

Was bedeutet der Name, denn eine einfache wörtliche Übersetzung gab es nicht, wo kommt der Name her, wann ist er entstanden, wie häufig ist er in Frankreich, wo in der Welt gibt es weitere Monneuse oder Moneuse, wie kam es zu den verschiedenen Schreibweisen, was hat die Assoziation schon alles unternommen, gibt es Gemeinsamkeiten, die so typisch sind, dass sie auch heute noch erkennbar sind, Charakter, Temperament oder Aussehen, die viele Mon‘n‘euse gemeinsam haben ? ? ? ? ? ? ?

 

in Frankreich solche Fragen, wie

Besteht überhaupt ein Interesse an gemeinsamer Forschung, wie kam der Name nach Deutschland und hat er sich von da auch in andere Länder verbreitet, wie können wir die internationale Forschung effektiver gemeinsam organisieren, können wir Material aus Deutschland erhalten, gibt es hier auch verschiedene Schreibweisen des Namens und wie sind diese entstanden, wie viele Linien haben sich aus einer einzigen Person entwickelt, wie sind die historischen Zusammenhänge der Ansiedlung und Verbreitung in Deutschland ? ? ? ? ? ? ?

 

 

Im Verlauf der Jahre ab 2004 gab es sehr viele neue, auch sensationelle Erkenntnisse, die besonders davon beflügelt wurden, dass sich Mitte Oktober 2006 die Schlacht bei Jena und Auerstedt zum 200. male jährte und das Ziel darin bestand, wieder einen gewissen Abschluss der Forschung bis zu diesem Datum zu erreichen. Einen wirklichen Abschluss wird es nicht geben. Das Internet hält jeden Tag neuen Erkenntnisse bereit, Geburten und Sterbefälle ändern die Genealogie ebenso wie Eheschließungen oder Scheidungen, Umzüge und eben alles, was das Leben an Veränderungen bereithält. So kann es immer nur eine Art Redaktionsschluss geben, ein Datum zu dem der aktuelle Stand der Ereignisse, soweit diese bekannt sind, dokumentiert ist. Gelegentlich muss man sich mit neuen Erkenntnissen auch korrigieren oder Zwischenergebnisse mit Vorbehalten versehen. Manchmal tauchen ganz neue Linien aus der Verborgenheit der Geschichte auf und verschwinden ebenso wieder. Etwa 70 Personen oder kurze Linien weltweit, für deren frühere Existenz es Belege gibt, können noch nicht eindeutig zugeordnet werden, da verbindende Generationen noch fehlen. Deutschland schien uns 2006 personell weitgehend erforscht, aber auch hier gibt es noch Rätsel und offene Fragen, 2007 fanden wir die Quelle der Monneuse in den USA in Deutschland und 2008 stellte sich heraus, dass wir eine ganze Linie in Plauen, die dort 3 Generationen existierte, noch nicht gefunden hatten. Nebenbei hatte sich hier die Schreibweise Monneuses in einer Familie in den amtlichen Unterlagen als Namensschreibweise manifestiert. Alle Linien glaubten, die einzigen Familien mit dem Namen zu sein und es bestand auch überall Interesse die Herkunft zu erforschen. Nach der Klärung der Hauptfragen in den Familien ging das Interesse nach 2006 auch wieder zurück, da die Forschung nun in Detailbereiche geht, die nicht mehr alle Namensträger und Verwandten gleichermaßen interessieren. Bei der Einstellung der Homepage rechneten wir auch noch nicht mit dieser Fülle von Hinweisen, Hilfe und Anfragen aus dem In– und Ausland. Diese betreffen sowohl sehr engagierte Freizeitforscher, wie auch Forscher auf wissenschaftlicher Ebene, Universitäten, Institute, Historiker, Schriftsteller und Journalisten, genealogische und Schützen-Vereine und Internetforscher zu angrenzenden Themen.

 

Als sehr hinderlich erweist sich die Festlegung, dass man nur mit einer Vollmacht oder nur von eigenen Ahnen Auskünfte aus dem letzten Jahrhundert bekommt. Das führt dazu, dass ausgestorbene Linien auch historisch endgültig in Vergessenheit geraten, denn während im ersten Jahrhundert nach deren Aussterben noch Menschen leben, die sie kannten und sich dafür interessieren wird nach mehr als 100 Jahren kaum noch jemand danach forschen, erst recht, weil es keine direkten Nachkommen gibt. So führen solche, in ihren Konsequenzen nicht zu Ende gedachten Festlegungen einerseits zu Informationsverlust, aber auch zum Vergessen von Menschen und Schicksalen, was weit schlimmer ist.

 

Die Dimension und die Internationalisierung der Forschung zu einem Namen, sowie diese interdisziplinäre Forschungsform, die Verbindung von Onomastik, Genealogie und Geschichte sind noch sehr selten und deshalb auch in Verbindung mit der Napoleonforschung für zahlreiche Forscher und Einrichtungen von Interesse. Beachtlich ist, dass anfänglich das internationale Interesse (besonders aus Frankreich und den USA) das Interesse in Deutschland erheblich übertraf.

Der erste deutsche Forscher war Paul Monneuse 1978 in Schleiz und hätte er nicht damit in uns den Grundstein für eine gewisse Neugierde durch seine damaligen Aufzeichnungen gelegt, wüssten wir heute vieles noch nicht.
DEUTSCHE FORSCHUNG ZUM NAMEN MONNEUSE, MONNEUSSE UND MONNEUSES. Seit 1978 Erforschung des Namens in Deutschland. MONNEUSE, MONNEUSSE, MONEUZE, MOINEUSE & MONNEUSES

Monneuse, Moneuse

Association Mon'n'euse

Genealogie und Links

Namensursprung

Prominente und Normale

Deutsche Forschung

Verbreitung des Namens

Napoléon, 08.10.1806

Das Jahr 2006

Internat. Dokumente

Hannapes/Aisne/Picardie

Familien-Journal

Cousinade 2010, Marly

USA und Amerika

Textfeld: Dynamischer  Namensstammbaum Deutschland (Beispiel) 
nach Forschungsfortschritt der deutschen Forschung von 1978 bis 2008.
Familien mit dem Namen und aktuelle Einzelpersonen. 
Personen, die den Namen in der Vergangenheit nicht weitergaben wurden aus Platzgründen ausgeschossen
Die Umwandlung in ein Video führte zu Qualitätsverlusten, zeigt aber die Möglichkeit der Darstellung auf