Die deutsche Forschung hat von Anfang an stärker die Namenslinie und weniger die sogenannte Blutsverwandtschaftslinie (Gene) verfolgt.

 

Selbstverständlich tangiert sich beides stark, es triftet aber heute mehr auseinander als je zuvor, da die Möglichkeiten von Namensannahmen (Ehemänner von weiblichen Mon‘n‘euse), der Beibehaltung des Geburtsnamens jedes Ehepartners und Rückumbenennungen nach Scheidungen vorher noch nie so groß waren. (in Deutschland sind im Jahr 2010 17 Personen direkte Namensnachkommen, also etwa 60 %, davon 12 Männer und 5 Frauen) 

Die Entstehung des Namens in unserer Familie ist derzeit nachweislich bis um 1600 im Ort Hannappes zurückzuverfolgen. Ab da existieren kirchliche Aufzeichnungen. Alle Spuren und Aufzeichnungen führen derzeit in diesen Ort. Zu dieser Zeit sind die Monneuse und Moneuse tatsächlich eine Dynastie von Müllern. Am Fluss Rhonelle gehörten 5 der 6 Mühlen zwischen Marly und Valenciennes den Familien Monneuse und Moneuse.

 

Mitte des 16. Jahrhunderts wirkt in der aufstrebenden Stadt Reims, etwa 100km südlich von Hannappes, eine Künstlerfamilie Monneuse, teilweise Monneuze geschrieben, in 4 Generationen bis um 1700 und hinterließ dort mehrere Spuren ihrer künstlerischen Arbeiten.

Ab Mitte des 18. Jahrhunderts gingen viele Mon‘n‘euse in Frankreich in Richtung Norden, um Valenciennes (ca. 50 km) herum, damals teilweise noch Teil der Picardie, wo auch heute noch die größte Konzentration der Namensträger zu finden ist. In Hannappes stellten wir einen Großteil der Bewohner und das Verwandtschaftsverhältnis wurde zu eng. Die Familienoberhäupter drängten auf Ehen außerhalb des Ortes und der nahen Umgebung.

► Nach 1685, nach dem Edikt von Fontainebleau, kam nach Unterlagen der Hugenottengesellschaft Jeanne Moneuse, wahrscheinlich eine Tochter von Michel aus Hannappes, mit ihrer Familie, Ehemann Jacob Carlier und dem 1682 geborenen Sohn François Pierre Carlier nach Hessen (Friedrichsdorf im Taunus). Nach dem Tod ihres Ehemannes heiratete sie 1712 Pierre Labar. Sie verstarb als geborene Moneuse am 29.08.1737. Dies war die erste bekannte und nachweisbare Auswanderung über die Grenzen Frankreichs hinaus, jedoch blieb der Name nicht erhalten. Es mussten erst noch mehr als 100 Jahre vergehen, bis ein Mon‘n‘euse sich dauerhaft mit der Weiterführung des Namens in Deutschland ansiedelte.

Nach 1766 (Geburt Vater in Maurois in Frankreich Nord) wanderten die Vorfahren von Catherine Mélanie Moneuse, der Mutter von Gustave Eiffel nach Dijon, in Richtung Süden Frankreichs. Der Name verlor sich dort aufgrund der ausschließlich weiblichen Nachfahren wieder.

Um 1790 war Antoine Joseph Moneuse, unser Promi schon in Belgien aktiv, eine Ansiedlung in Belgien finden wir jedoch erst um 1890.

Amelia Peticolas, geborene Moneuse, ist 1795 in Lancaster Pennsylvania USA als Mutter des getauften Kindes Julius Peticolas erfasst und nachgewiesen. Sie ist als Großtante von Gustave Eiffel die erste bekannte Amerikaauswanderin aus Frankreich.

Anfang Oktober 1817 verstirbt in Mauritius der Händler Pierre Martin Monneuse und hinterlässt neben einigen Gegenständen auch „Negerinnen“, Sklaven, auf der seit 1810 britischen Insel. (Quelle „Gazette de Maurice“ vom 11.10.1817) Es war der von Napoleon im Januar 1801 auf die Seychellen (bis 1810 Ile de France) deportierte Jakobiner. Der in der Literatur mehrfach genannte Tod 58-jährig in einem Hospital 1808, ist demnach falsch. Er stammte aus Tremblay, nahe Paris.

1836 ist in Algerien bei einer Zählung der protestantischen Bevölkerung (Unterlagen Hugenottengesellschaft) eine Familie Monneuse erfasst, Vater Hausmeister, Mutter und ein Kind (alle nur mit Altersangabe, weder Vornamen, noch Geburtsorte). Eine neue Spur, die Daniel im Mai 2006 fand, legt die Vermutung nahe, dass es sich um die 1831 aus Paris nach Algerien ausgewanderte Familie von Pierre Jean François Monneuse handelt, der am 25.06.1831 seinen Pass und das Visa für die Reise von Paris nach Algerien erhielt und dafür am 16.07.1831  4,80 France bezahlte. Originaldokumente aus Algerien 1832 mit Geburten und Todesfällen dort bestärken uns darin im Jahr 2009.

Etwa 1845 ging der Ursprung der heute vorwiegend in New Jersey und Florida lebenden Linie, Desire Moneuse mit seiner Familie und den jüngeren Kindern aus Frankreich in die USA. In allen Folgegenerationen gibt es hier immer einen Sohn namens Elie Moneuse.

1880 finden wir in der Mormonendatenbank (Bevölkerungszählung) 3 in Italien gebürtige Monneuse (Rosa und Sohn Juan mit seiner Ehefrau Mariantonia) in den USA. Die Ankunft muss vor 1873 erfolgt sein. Wir wissen noch nicht, wie diese dorthin kamen und welcher Linie sie zuzuordnen sind. 3 in den USA geborene Töchter (ab 1873) führten den Namen nicht weiter.

1895 fanden wir in Buenos Aires, Argentinien, einen Eintrag zum 1844 in Frankreich geborenen Eugenio Moneuse. Wann und wie er auswanderte ist noch unbekannt.

1971 wurde E. Moneuse in einem weiteren afrikanischen Land, in Benin geboren und er lebte mit seinen Eltern längere Zeit dort, wie er uns 2011 mitteilte.

 

Verbreitung unseres Namens

Historische weltweite Verbreitung

Unterseiten/ Links

Hauptseiten

Textfeld: Weltweite Verbreitung
Karte 1
Textfeld: Verbreitung Frankreich Monneuse
Textfeld: Verbreitung Frankreich Moneuse
Textfeld: Verbreitung USA
Moneuse
Textfeld: Verbreitung Belgien Monneuse, Moneuse

Verbreitung der Monneuse in und aus Deutschland !

(mehr auf den Seiten Napoleon 8. Oktober 1806 und folgende)

 

1806 kam der Vorfahre aller deutschen Monneuse, Pierre François Joseph Monneuse  mit der napoleonischen Armee, vermutlich mit dem Korps Murat oder Bernadotte nach Deutschland, wurde wahrscheinlich am 08. Oktober 1806 bei der Überquerung der Saale in Saalburg am ersten Kriegstag verwundet und blieb in Saalburg/Saale. Er heiratete 1808 und wurde der Ursprung aller deutschen Monneuse, Monneuse von 1879 bis 1993 in den USA und Monneusse ab etwa 1922 in Spanien.

► Am 09.05.1879 wanderte Bernhard H. Monneuse aus Gera-Zwötzen nach New York / USA aus und gründete eine Familie, die namentlich bis 1993, zuletzt in Denver/Colorado lebte. Durch ausschließlich weibliche Nachkommen unter den Enkeln von Bernhard verschwand der Name wieder. Am 04.05.1893 folgte ihm seine Mutter, die Witwe des deutschen Gendarmen Wilhelm Christian Benedikt Monneuse, Dora Monneuse, 75-jährig und am 04.08.1890 besuchte ihn seine später als Louise Zagar, geborene Monneuse in Leipzig lebende 17-jährige Nichte und zugleich Patenkind mit Abreise aus Rotterdam.

Um 1924 wanderte Wilhelm Paul Monneuse, geboren in Mittelpöllnitz mit Ehefrau und 2 Kindern aus Frankfurt/Main nach Spanien aus und die Familie wurde dort zur Familie Monneusse.

Etwa 100 Jahre lebte die Mehrzahl der deutschen Monneuse mehrheitlich in und um Saalburg/Saale im Umkreis von etwa 20 Kilometern. Diese nähere Umgebung verließen zuerst um 1857 die heutige Kassel-, München- und Münchenbernsdorf-Linie über Lobenstein, Gera, Hof nach Posen (Poznan) und ein Zweig von Gera nach Triptis. Dieser Zweig hat den als Namen aussterbenden spanischen Zweig hervorgebracht. Bei einer Eheschließung in Leipzig 1907 wurde das alte „s“ als „hs“ geschrieben und als „ß“ interpretiert dort zu „ss“.

Um 1900 gingen 2 Söhne der Familie aus Saalburg und einer aus Langenbach nach Plauen im sächsischen Vogtland, wo der Name in diesen Familien bis Mitte der 60 er Jahre verzeichnet ist und dann durch ausschließlich weibliche Nachkommen wieder verschwand. Hier fanden wir auch die Familie, in der sich in Deutschland durch einen Fehler in einem amtlichen Dokument die Schreibweise Monneuses als Familienname bis zu deren Tod etabliert hatte und damit wieder verschwand. 2009 fanden wir diese Schreibweise auch in einem Familienstammbuch aus dem Jahr 1925 in Schleiz-Oschitz, wo sie in der Folgegeneration wieder korrigiert wurde.

 

Ende 2010 leben nach unserer Kenntnis 29 Namensträger in Deutschland. Sie gehören der  5. bis 8. in Deutschland geborenen Generation an und alle werden Monneuse geschrieben.

in 5 aktuellen Namenslinien (auf Basis der 2010 lebenden ältesten Namensträger der jeweiligen Linien)

(Karte 1806 - 2006 auf Linkleiste unter: Verbreitung Deutschland -Schemakarte)

 

So leben 2010 Namensnachkommen des ältesten Sohnes des französischen Soldaten in:

Gera, Berlin und Iserlohn (11 Namensträger)           Potsdam, Teltow, Solms und Wuppertal (11 Namenträger)

und seines jüngsten Sohnes in:

Münchenbernsdorf und Gera (5 Namensträger)       Kassel (1 Namensträger)            München (1 Namensträger)

 

Weitere ehemals existierende Linien sind wieder verschwunden, da es irgendwann nur noch weibliche Nachkommen gab, die den Namen nicht weiterführten. Auch die Enkel des nach New York ausgewanderten Monneuse waren bereits ausschließlich Mädchen. Die Linie Münchenbernsdorf und Gera verdankt ihren Namen der Weitergabe des Geburtsnamens durch eine Frau im Jahr 1938. Hier sind die Namensträger zwischen 1938 und 2007 geboren und 2 der 5 Namensträger sind direkte Nachkommen. In München wird der Name nicht weitergeführt und auch in Kassel ist die Weiterführung unsicher. In der Linie des ältesten Sohnes sind die Namensträger beider Zweige zwischen 1933 und 2007 bzw. 1934 und 2008 geboren. Hier sind einmal 6 Personen und einmal 7 direkte Namensnachkommen und es leben parallel 4 Generationen in Deutschland. 

 

Etwas mehr als 5 % der insgesamt ca. 500 Namensträger weltweit leben damit im Jahr 2010 in Deutschland.  ~ 85 % davon und etwa 18 % weltweit kennen wir zu diesem Zeitpunkt inzwischen persönlich.

 

Die Karten entsprechen dem Kenntnisstand des Jahres 2009.

Weitere Länder, in denen der Name und damit verwandte Einzelpersonen mit ihrem Tod erfasst sind:

► Am 05.11.1914 fiel in Albanien im Alter von 25 Jahren Ernest Moneuse als Soldat im ersten Weltkrieg

► Am 04.03.1945 fiel in Körlin, heute Polen der französische Milizionär und dann Charlemagne-Offizier (Hstuf., Capitaine) Emile Adolphe Mon‘n‘euse und

► Am 15.01.1954 fiel in Laos sein Sohn, der französische Fremdenlegionär Capitaine René Mon‘n‘euse kurz vor seinem 32. Geburtstag im Kampf. Er erhielt postum 33 Jahre nach seinem Vater das Kreuz der Ehrenlegion. Viel Tragik und Wiedersprüche in einer Familie. (beide in verschiedenen Unterlagen sowohl Monneuse, als auch Moneuse geschrieben)

► Am 21.05.1946 fielen in Vietnam fast 20 bzw. 39 jährig Roger André Monneuse und am 17.07.1951 Gilbert Monneuse. Beide kamen aus Valenciennes. 

► Am 02.07.1956 verstarb in Algerien Louise Malvina Monneuse, verheiratete Dugrague im Alter von 85 Jahren;

Im Zeitraum 1837 bis 1851 sind weitere Monneuse und Moneuse in Algerien mit Geburt oder Tod nachgewiesen, die nur teilweise zugeordnet werden können.

Weitere Länder mit zeitweiligem derzeit nachweisbarem längerem Aufenthalt sind: UdSSR (Kriegsgefangenschaft 1945 bis 1949), Kuba, England und Kanada

Textfeld: Verbreitung Deutschland (Schema)
Hier fanden wir Namensträger, die in den Ländern lebten, oder bedeutende Ereignisse stattfanden: Es sind die Kontinente Europa, Amerika, Afrika und Asien und dort die Länder Frankreich, Deutschland, Belgien, USA, Spanien, Polen, Laos, England, Algerien, Italien, Vietnam, Albanien, Seychellen, Niederlande, Mauritius, Argentinien, Italien
VERBREITUNG DES NAMENS - HISTORISCHE WELTWEITE VERBREITUNG. Seit 1997 internationale Erforschung des Namens auf den Gebieten der Genealogie, Onomastik und Geschichte: MONNEUSE, MONEUSE, MONNEUSSE, MONEUZE, MOINEUSE & MONÉUS
Textfeld: Verbreitung Deutschland (Telefon) 
Textfeld: Mini- Chronik in GeneaNet Deutsch

Monneuse, Moneuse

Association Mon'n'euse

Genealogie und Links

Namensursprung

Prominente und Normale

Deutsche Forschung

Verbreitung des Namens

Napoléon, 08.10.1806

Das Jahr 2006

Internat. Dokumente

Hannapes/Aisne/Picardie

Familien-Journal

Cousinade 2010, Marly

USA und Amerika

Textfeld: Französische Revolution
Pierre Martin Monneuse 
Textfeld: Weltweite Verbreitung
Karte 2
Textfeld: Europa-Verbreitung
Karte
Textfeld: Karten erstellt mit gedcom2map