Napoléon, 08. Oktober 1806

Der erste Kriegstag, die ersten Schüsse

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B. Zix Saalburg
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NAPOLEON, 08. OKTOBER 1806. DER ERSTE KRIEGSTAG, DIE ERSTEN SCHÜSSE AN DER SAALE. Seit 1997 internationale Erforschung des Namens auf den Gebieten der Genealogie, Onomastik und Geschichte: MONNEUSE, MONEUSE, MONNEUSSE, MONEUZE, MOINEUSE & MONÉUS

25. September - Napoleon verließ Paris,

Anm. Monneuse: Unser Vorfahre Pierre François Joseph Monneuse beging am Vortag seinen 30. Geburtstag sicher schon auf dem Marsch und ahnungslos, wie sein Leben in den nächsten 37 verbleibenden Jahren verlaufen wird. Im Angesicht des Krieges wird seine Lebensplanung eventuell auch nur von der Hoffnung auf das Überleben von Tag zu Tag gerichtet gewesen sein. Er wird Kriegserfahrung von Austerlitz und anderen Orten besessen haben. Auf den Tag genau 2 Wochen später ist sein Leben komplett umgekrempelt, er wird seinen Heimatort, die Eltern und seine beiden Schwestern - 11 und 32 Jahre alt - nie mehr sehen; erst knapp 198 Jahre und 6 Generationen später wird ein 4xUrenkel als erster Nachfahre seinen Geburtsort Hannappes aufsuchen und ein französischer Cousin 2005 Saalburg/Saale

 

6. Oktober - Napoleon kam von seiner Station in Mainz über Würzburg ins Große Hauptquartier der französischen Armee nach Bamberg. Nach dem preußischen Ultimatum vom 1. Oktober 1806 an die französische Regierung, welches bis zum 8. Oktober befristet war, zweifelte niemand mehr am Kriegsausbruch. Schon vor Ausbruch der Feindseligkeiten hatte der französische Kaiser seine etwa 200.000 Mann starke Armee im nördlichen Bayern versammelt. Er teilte seine 160.000 Mann starke Streitmacht, in drei  Kolonnen ein. Er bereitete seinen Einmarsch in das heutige Thüringen vor. Der Rest von 40000 Mann blieb in Reserve.

Mitglieder des 1. Triptiser Schützenvereins (bekannt aus Pro7 Galileo) in damaliger preußischer und sächsischer Uniform, rechts Martin Hillebrand. Am 07. Oktober 2006 waren wir Ehrengäste des Vereins zu den Feierlichkeiten.

In und um Triptis lebten über 100 Jahre Monneuse und gingen von dort nach London, Madrid und Barcelona. Heute leben Nachkommen in und um Münchenbernsdorf.

Mittwoch, der 08. Oktober 1806, der Tag an dem

napoleonische Truppen ins heutige Thüringen einmarschierten und der erste Schuss fiel

 

In der Nacht hatte sich das preußische Hauptquartier des Korps Tauentzien von Hof nach Schleiz zurückgezogen. Nach Ablauf der Frist  des preußischen Ultimatums setzte Napoleon seine Truppen in Bewegung und zog über Bamberg nach Kronach in Oberfranken. Am Vormittag bezog Napoleon in Kronach sein Hauptquartier. Etwa zur gleichen Zeit erreichte das französische Korps Murat den Ort Lobenstein und gegen 12 Uhr erreichte der erste Trupp französischer Reiter  den Ort Ebersdorf. Der erste Zusammenstoß zwischen der Hauptarmee und dem Tauentzienschen Korps erfolgte bei Saalburg/Saale.

 

Wolf-Jörg Schuster schrieb dazu in seinem Buch S. 73

„Zwischen 11.00 und 12.00 Uhr eröffneten rote französische Husaren sofort das Feuer auf die Brückenmannschaft. Wenig später erschien ein hoher französischer Offizier mit weißen und goldenen Straußenfedern am Hut, der angesichts aller Feinde aufreizend genug eine Karte studierte und sich in seiner Theaterkostümierung unverkennbar als Murat erwies. Von einer verärgert abgeschossenen Vierpfünderkugel nur knapp verfehlt, zog er sich mit den Husaren von den die Brücke überkletternden Schützen zurück, ...“

Erst gegen 16.00 Uhr, als die 3. Division Drouet d’Erlon heran war und die 2. Division Bernadottes nahe genug waren, erfolgte Murats Angriff“ Die Saale wurde an 2 Stellen bei Zoppoten (südlich Saalburg) und an der Klostermühle (nördlich Saalburg) parallel überquert. So drohte den knapp 2000 Besatzern in Saalburg die Umklammerung und sie verließen Saalburg in Richtung Gräfenwarth. „Ohne Gegenwehr konnten die verwegenen Chasseure zu Fuß und die Voltigeure Bernadottes die schlecht verbarrikadierte Saalburger Brücke ersteigen und ........ den Ort samt verängstigten Einwohnern in Besitz nehmen.

Anm. I. Monneuse: Saalburg war also schon am späten Nachmittag des 08.10.1806 fest in französischer Hand, wie auch andere Quellen bestätigen; mehrere Details werden mit Dokumenten, die wir ab 2007 fanden in Frage gestellt. Nach unseren Recherchen sind in dem Buch neben den zahlreichen gut recherchierten Details einige ungenaue Angaben enthalten, denn es hat z.B. offenbar doch Kämpfe am Saaleübergang gegeben und nicht nur an den anderen beiden Stellen. Also auch hier war Gegenwehr, wie das Bild von Zix und andere Zeitzeugenberichte zeigen. Die Angaben zum Beginn des Kampfes reichen in verschiedenen Quellen von etwa 15 bis gegen 16 Uhr.

Detailinformationen 
zum Bild (Link)

Gemälde zur Situation am 08.10.1806 gegen 15 bis 16 Uhr.

Das Bild wurde vom Maler Benjamin Zix (1772 Straßburg-Frankreich bis 1811 Perugia-Italien) in Begleitung Napoleons gemalt. Er gilt im Lexikon der bildenden Künstler als der offizielle Historiograph napoleonischer Waffentaten bis 1810/11, also in dieser Zeit der bedeutendste malende Begleiter Napoleons.

Das Bild wird in zahlreichen Darstellungen mit falschen Malern, teilweise als Stahlstich oder falschen Lagerorten angegeben. Viele Forscher schrieben falsche Angaben ungeprüft ab. Es war bis zu unseren Forschungen im Ort Saalburg/Saale vollkommen unbekannt, wurde nun zu einem wichtigen Dokument der Regionalforschung und ist eine der wenigen gemalten Darstellungen vor der Erfindung der Fotografie.

Auf der rechten Linkliste und dem PDF-Butten sind die ausführlichen Forschungen zu diesem Bild als PDF-Dokument.

Die Ereignisse um den 08. Oktober 1806 in Übersichten und wie wir nach Deutschland kamen
(Auszüge der Leseprobe aus "Thüringer Kriegstagebuch 1806" als Leitfaden) 
Hartmut Liebe 2005 überarbeitet 2007

 

Einfügungen I. Monneuse; weitere eingearbeitete Quellen: Wolf-Jörg Schuster „Napoleon in Thüringen 1806“ 2. Auflage 2005, Festschrift zur 775 Jahrfeier von Saalburg 1997 von F. Hermann, Baron Ernouf Paris 1868 „Franzosen in Preußen“, H. v. Strauch Major z.D. Breslau 1908 „Der erste Zusammenstoß in Kriege 1806/7“ Kapitel „Das Gefecht bei Schleiz am 8./9. Oktober 1806“, Richard Haselbacher „Die vergessene Residenz“ Teil 3 1922 und handschriftliche Aufzeichnungen in der Herrnhuter Brüdergemeine Ebersdorf, die Dr. H.-D. Fiedler aufgearbeitet hat und die viele Details aus der Sicht Ebersdorfs in der Zeit vom 08. bis 14.10.1806 enthalten, sowohl zu Personen, Orten und Uhrzeiten von Geschehnissen im Zusammenhang mit dem Durchmarsch der französischen Hauptarmee (überall Rechtschreibung wie im Original beibehalten) weitere Aufzeichnungen existieren dort zum gesamten Monat Oktober und den Ereignissen im Ort Ebersdorf

Die Existenz des Namens in Deutschland ist auf das Engste mit Napoleon und dem Datum 08. Oktober 1806 verbunden
Saalburg/Saale 08. Oktober 1806, gegen 16 Uhr. Im Buch "Napoleon et Allemagne-Prusse 1806" Paris 1984 steht, dass unter Führung von General Watier an der Truppenspitze das 4. Husaren- und 29. Linienregiment die Preusen hier an der Saale vertrieben. Das Bild ist Eigentum Frankreichs, befindet sich im Bestand des Louvre und ist im Depot im Schloss Versailles seit 1934 eingelagert. (Information franz. Kultusministerium)
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Saalburg/Saale 08.10.1806 gegen 15.30 Uhr

Erster Schusswechsel des Krieges

Wahrscheinlich der Zeitpunkt der Verwundung

von Pierre François Joseph Monneuse

(Zeitangaben der historischen Quellen reichen von 15 bis 16 Uhr)

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Monneuse, Moneuse

Association Mon'n'euse

Genealogie und Links

Namensursprung

Prominente und Normale

Deutsche Forschung

Verbreitung des Namens

Napoléon, 08.10.1806

Das Jahr 2006

Internat. Dokumente

Hannapes/Aisne/Picardie

Familien-Journal

Cousinade 2010, Marly

USA und Amerika

In diesem Buch von 1855 wird auf Grundlage der Kriegsarchivauswertung ausführlich und über mehrere Seiten auch detailliert über die Situation aus preußischer Sicht berichtet, auch von etwa 10 verwundeten oder getöteten Franzosen. Es ist die bisher einzige Quelle mit einer solchen Zahlenangabe und überhaupt der Erwähnung verwundeter Franzosen an dieser Stelle. Ob hier die preußische Seite ihre Leistung zahlenmäßig übertrieb oder ob es stimmt, bleibt offen. Sicher kann man aber von verwundeten Franzosen ausgehen, wie auch auf dem Bild von Zix zu sehen, der sicher mehr zur Untertreibung in dieser Beziehung veranlasst war. Mit hoher Wahrscheinlichkeit war unser Ahne unter ihnen. Der Bericht deckt sich weitgehend mit den Berichten der französischen Seite und den örtlichen Berichten in Saalburg und Ebersdorf. Die zeitliche Abweichung einer Stunde sollte nicht überbewertet werden. Der erste ernsthafte Schusswechsel des Krieges mit Verwundeten oder gar getöteten Soldaten jedenfalls wird bestätigt. Die erwähnte Stelle unterhalb Saalburgs ist wie in anderen Berichten näher bezeichnet, die Klostermühle. In einem anderen Buch (A.v.Montbé, Dresden 1860) sind einige Tote und 19 verwundeten Preußen notiert.

Quelle: Der Krieg von 1806 und 1807; Ein Beitrag zur Geschichte der Preußischen Armee; Eduard von Höpfner, Generalmajor und Direktor der königlichen allgemeinen Kriegsschule

Erschienen im Verlag Simon Schropp & Comp. Berlin 1855, Band 1 Zweite Auflage, Teil 1, der Feldzug von 1806 (Erstauflage 1850)

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