Ursprung des Namens

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Daniel Monneuse

Die untenstehende ergänzte Übersetzung des Zertifikates aus dem Französischen, das nur allgemein zum Namen Auskunft gibt, muss um die Bedeutung der Tätigkeit der Vorfahren, die das Getreide zur Mühle transportierten und das Mehl zurückbrachten ergänzt werden, eine Art damaliger Spediteure, wie die französischen speziellen Forscher zum Namen Mon‘n‘euse herausfanden. Die der damals in der Picardie gesprochenen Sprache (Picardisch) entsprechenden Worte „meunées“ und „monées“ sind also unbedingt in die Erklärung einzubeziehen. Die untenstehende Erklärung würde landesweit gelten, aber so nicht für die Entstehung in einem bestimmten Ort, etwa wie der Name Müller in Deutschland, der parallel vielfach entstand. Unser Name ist jedoch, anders als die überwiegende Mehrzahl der auf Berufen basierenden Namen, nur in einem einzigen Ort und durch eine einzige Person, nämlich eine Frau, entstanden. Tatsächlich waren im 17. und bis ins 18. Jahrhundert hinein eine große Zahl der Namensträger in Tätigkeiten rund um die Mühle einbezogen. Im 16. Jahrhundert begann die Vereinheitlichung der Schriftsprache. Zuvor gab es im Norden des jetzigen Frankreich auch die Begriffe Monnier, Moniez und Meunier für Müller. Meunier setzte sich erst über lange Zeit allmählich durch. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich Namen bereits entwickelt. Es gab so zahlreich Faktoren, die Einfluss auf Namensbildungen hatten. Die Mühlendynastie zerfiel endgültig mit der Besitzzersplitterung zur Zeit der Abschaffung des Rechtes des Erbes des ältesten Sohnes mit Napoleon. In deutschen Märchen erhält noch, wie damals üblich, der älteste Sohn die Mühle und der jüngste den Kater, Müllertöchter mussten Stroh zu Gold spinnen. Ein starker Berufszweig danach waren Tätigkeiten, die mit Stoff zu tun hatten (Weber, Schneider, Stoffkaufmann, Spinnerinnen, Sticker, Färber). Pierre François (Peter Franz) Joseph Monneuse war Weber und wurde in Saalburg Webermeister. Doch da stand der Name schon mehr als 200 Jahre fest.

Links die wohl berühmteste französische Mühle in Paris die „MOULIN ROUGE“. Ob dort je ein oder eine Monneuse oder Moneuse „Müller“ war, ist leider nicht bekannt. Korrekter wäre hier die kürzeste, nicht ganz exakte Übersetzung als „Müllerin“, da es sich um ein Matronym, also die weibliche Form des Berufsnamens nach einer Müllerin, Müllerehefrau, Müllerwitwe oder Müllertochter handelt.

Der Nachname Mon‘n‘eu‘s‘e in den zur Familie gehörenden Varianten stellt die Feminierung des Namens Moneux dar, kultivierte Form von Moneur. Um das XIV. Jahrhundert, durch Vernachlässigung, da es volkstümlich gesprochen werden musste, wurde endgültig das „r" nicht mehr ausgesprochen, dies ist auch der Fall, warum wir die Familiennamen wie Pecqueux,  Lefaucheux, Laboureux für Pecquer (Sünder) Lefaucheur (Feldarbeiter) haben. 22 % der Familiennamen von heute, beruhen wie dieser Name auf einem Beruf. Der Beiname „li moneor" wurde einem Ihrer Vorfahren um das XII. oder XIII. Jahrhundert, in der Zeit der Bildung von erblichen Namen, aufgrund seiner Erwerbstätigkeit zugeteilt. Der im XIII. Jahrhundert beglaubigte alte französische „monee" stammt vom lateinischen „molinata", „molere"  und bedeutete zu mahlen, „mouture", der „moneor" war der Müller. Der Beiname „li moneor" hat den Müller bezeichnet, der an der Mühle arbeitete. Dies ist also durch seine Arbeit entstanden, durch die Ihr Vorfahr unterschieden worden ist und wurde so von seinen Zeitgenossen benannt. Im Mittelalter zeigten die Suffixe „ier, ié oder er" allgemein einen Beruf wie fournier (Ofenbauer), charpentier (Zimmermann), meunier (Müller), seltener waren die Suffixe „eron" wie in forgeron (Schmied) oder „eur", wie in faucheur (Mäher).

Man kann sich vorstellen, Ihr Urahn identifiziert sich in den Amtshandlungen durch die Erwähnung „Jehannes, dict li moneor" (Jean genannt der moneur - Müller). Man ehrte in Lyon im Jahre 1306 einen „Guionet li Moneur" sehr hoch. Ihr Name stellt ein Matronym dar, d.h. nur seine Form ist weiblich und er ist Ihnen von einer Frau übermittelt worden. Im Mittelalter war es nach dem Tod des Ehemannes häufig, dass man der Frau den Namen des Gatten als Femininum zuteilte. An die Stelle des Seemanns (Martin) tritt so die Seetüchtige als Lamartine und auch für Moneur stehen „Moneuse" oder „Monneuse“. Die erste Namensträgerin ist so der gemeinsame Vorfahre aller blutsverwandten Namensträger und zugleich Verursacher aller Namensträger weltweit.

Einige Worte zur Geschichte werden es Ihnen erlauben, den Zusammenhang gut zu verstehen, in dem der Name MONNEUSE und MONEUSE sich entwickelt hat.

Schon seit dem V. Jahrhundert, nach der römischen Periode, die mehrfache Namen gebracht hatte, wurde durch das triumphierende Christentum, nach francogermanischer Art, ein System mit einem einzigen Namen eingeführt. Indem sie am Tag der Taufe, solchen Personen einen neuen Namen zuteilten wie Bernard, Louis oder Victor, wollten die Christen einen Bruch mit der Alten Welt markieren und den Eintritt in eine neuen Welt symbolisieren. Unsere fernen Vorfahren führten nicht mehr diesen früheren Namen, den sie hatten, sondern von nun an nur den am Tag ihrer Taufe empfangenen, den heutigen Vornamen.

Am Ende von fünf Jahrhunderten stieß diese Praxis der Einzelnamen an zahlreiche Homonymieprobleme (Gleichlaut bei unterschiedlicher Herkunft), die gemeistert werden mussten, dies hatte einen demographischen Aufschwung ohne Präzedenzfall als Ursache. Nämlich, während dieser Zeit vom XI. und XII. Jahrhundert, als sich die Nachnamen bildeten, hatte sich die französische Bevölkerung verdreifacht, von 5 auf  15 Millionen Einwohner. Wenn eine Mehrheit von Individuen die gleichen Namen trug, beschränkte die Wahl sich auf die illustersten Namen, vor allem die der Heiligen, es ist also leicht vorstellbar, warum das System des Einzelnamens in Glanze verflogen ist. Die Menschen  konnten nicht mehr ausreichend differenziert werden.

Um diesen Homonymien entgegenzuwirken, haben unsere Vorfahren einen Beinamen zu Hilfe genommen, das heißt, dass ein am Taufname ergänzend differenzierender Name dazukommt, um die Identität einer Person besser, unmissverständlicher und eindeutiger zu bestimmen.

Da sind Bernard der Große, Louis der Fromme, Victor vom Berg, Bertrand der Bärtige, oder auch Bernard. Diese Spitznamen (Beinamen) waren bezogen auf die Person, körperliche oder solche Aspekte wie „dem Kahlen", von seinem Ursprungsort „des Wegs", von seinem Beruf „der Bäcker" oder von seinen Gewohnheiten „cornevin" (der Wein verlangt). Sie drückten, wie für Michel oder Michelin, eine Kontinuität des Namens von der Taufe an aus.

Warum hat sich der Beiname MON‘N‘EUSE im Namen der Familie stabilisiert? Dieser Beiname hat zuerst einen Mann ergriffen (Frauen waren hier „die Frau des ....“ ), dann die ganze Familie. Dieser Name klebte praktisch an der Haut Ihrer Großväter, dies war beispielsweise das Haus des „Moneur". Aber dieses erbliche Phänomen rührt auch vom Abstammungsausdruck des „Johannes li moneor", der in den administrativen Registern eingeschrieben wurde, her, dann für die Nachfahren „Jacobus Sohn des Johanni genannt Moneor oder Moneur", dann, um abzukürzen „Jacobus Moneur", unter Weglassung von „Sohn des". Der Beiname des Vaters pflanzt sich fort, gelegentlich der der Mutter (mangels Vaters). Deshalb, einige dreißig Generationen später, heißen Sie immer noch MONNEUSE, MONEUSE, MONNEUSSE, MOINEUSE oder MONEUZE und es gibt in Frankreich ungefähr 200 Familien, etwa 450 Personen (je zur Hälfte n und nn) als Träger dieses Matronyms, in anderen Ländern kennen wir recht genau die Anzahl der Personen im Jahr 2008, in den USA 25,  Spanien 5, Belgien 10 und Deutschland 29 (andere Länder ergänzt von I. Monneuse).

 

Streng onomastisch gesehen haben die Monneuse und Moneuse keinen Stammvater, sondern eine in der Genealogie wissenschaftlich gesehen gar nicht vorkommende Stammmutter in Bezug auf den Namen.

Die Mehrzahl der Varianten des Namens entstand zunächst durch das Notieren nach Gehör bis zum 19. Jahrhundert, sowie Schreibfehler, Druckfehler oder Oberflächlichkeit, wie sie uns bis zum heutigen Tag ständig begegnen und auch selbst unterlaufen.

Zertifikat eines

französischen

Onomastikers

Eine alte Straße in Mantes-la-Ville, die „Rue des Vaux Monneuses“ ( Weg zu den Monneusetälern ) hat den gleichen Wortursprung. Das Ortsarchiv, Frau Béatrice Gorgeard suchte nach meiner Anregung 2006 nach näheren Angaben zur Namensquelle dieser Straße, eine Mühle hat es dort nach ersten Recherchen nie gegeben. Frau Marie Prat aus der Stadtverwaltung vermutet im Februar 2006, dass die Straße um 1843 ihren Namen erhalten haben müsste. Sie verlief parallel mit dem 1840 errichteten Schienenstrang und diese Umgebung kam danach erst zum Dorf. Es könnte eine Richtung aus dem Dorf zu einer entfernteren Mühle angegeben haben, denn weitere 2 Straßen nördlich in unmittelbarer Nähe (Rue - Straße und Chemin - Weg des - des Meuniers - Müllers) haben ebenfalls Namen, die auf Müller und Mühlen in der Umgebung verweisen.

Was bedeutet der Name, wann und wo ist er entstanden ?

Sinngemäße Übersetzung der französischen Originalurkunde in Deutsch von Ingolf Monneuse mit ergänzenden Zusätzen zu anderen Ländern und Erklärungen. In Amerika nur noch Moneuse, Spanien Monneusse, Deutschland ausschließlich Monneuse, Frankreich und Belgien Monneuse und Moneuse. Verschiedene Schreibweisen vorwiegend landesbedingt angepasst oder auf fehlerhafte Abschriften zurückzuführen. Die Urschreibweisen seit dem 17. Jahrhundert, der Zeit des Beginns örtlichen Aufzeichnungen, sind nur Monneuse (dies ist die älteste Form in aufgefundenen Unterschriften in Dokumenten) und Moneuse. Häufige Wechsel dieser Varianten finden wir auch innerhalb von Familien, Kinder anders geschrieben als Eltern oder Geschwister unterschiedlich geschrieben. Ab etwa Mitte des 18. Jahrhunderts stabilisieren sich die Schreibweisen innerhalb der Familien. Auch danach finden wir viele Fehler. Die grundsätzlich neue Schreibweise in Spanien, die ihren Ursprung schon in Deutschland hat, wo in dieser Linie mehrfach die Variante mit „ß“ zu finden war, ist eine extreme Ausnahme. Wie diese entstand ist lückenlos nachvollziehbar. Fehler in anderen Fällen wurden immer wieder auf den Ursprung korrigiert. Selbst die anderen Zweige dieser Linie, wo gelegentlich „ß“ in Dokumenten auftaucht, wurden wieder auf die Urform korrigiert. Vereinzelt wurde nach einem Fehler eine Familie lebenslang anders geschrieben. Wenn diese Familie keine männlichen Nachkommen hatte, verschwand diese Variante wieder. Ein Beispiel fanden wir in Plauen in Deutschland, wo bis um 1950 die Familie des geborenen Max Monneuse nach der Hochzeit bis zum Tod der Personen, diese ausschließlich Monneuses geschrieben wurden. Ein französisches Beispiel fanden wir in Reims, wo die Künstlerfamilie ab Nicolas um 1540 bis zu seinem Urenkel Claude als Monneuze bis 1700 nachweisbar ist.

URSPRUNG DES NAMENS - ONOMASTIK. Seit 1997 internationale Erforschung des Namens auf den Gebieten der Genealogie, Onomastik und Geschichte: MONNEUSE, MONEUSE, MONNEUSSE, MONEUZE, MOINEUSE & MONÉUS

Stammvarianten: Monneuse und Moneuse

Offizielle Abwandlungen: Monneusse, Monneuses, Monneuze, Moneuze, Moineuse, (Monéus)

Einige falsche Schreibvarianten: Monnense, Moneus, Monnös, Manneuße, Monneuße, Manneuse, Moneure

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Monneuse, Moneuse

Association Mon'n'euse

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Namensursprung

Prominente und Normale

Deutsche Forschung

Verbreitung des Namens

Napoléon, 08.10.1806

Das Jahr 2006

Internat. Dokumente

Hannapes/Aisne/Picardie

Familien-Journal

Cousinade 2010, Marly

USA und Amerika

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